Oliver Timmermann, Griesheim

Das Blog aus Griesheim

Die aktuelle Diskussion um den Klimawandel

Momentan wird ja quer durch die Medien die Angst vor einem Klimawandel geschürt – quer durch die Bank wird dafür die hohe Kohlendioxidproduktion verantwortlich gemacht. Und ein bis zwei Monate nach dieser „Hiobsbotschaft“ werden neue Steuern und Bestrafungen entwickelt, primär des Deutschen liebstes Kind – das Auto – betreffend. Jetzt kommt auch noch die Aufforderung, weniger zu fliegen – und gleich der Vorschlag hinterher, das Fliegen entsprechend mit höheren Kosten zu versehen.

Meines Erachtens dient das alles mehr oder weniger dazu, Geld in die mehr als leeren Kassen der Bundesrepublik zu spülen. Dabei liesse sich ein großer Teil der CO2-Produktion spielend reduzieren: Der Anteil durch Kohleverbrennung zur Energieerzeugung liegt weltweit bei 20%, in Deutschland dürfte er noch um einiges höher liegen (Anteil an der Stromerzeugung durch Kohle bei 51%). In Deutschland ist derzeit der Bau von 27 neuen Kohlekraftwerken gebaut, die spätestens bei ihrem zu verbrennenden Rohstoff kräftigst subventioniert werden. Derzeit liefern die Kohlekraftwerke Deutschlands eine Leistung von gut 31 Gigawatt, bei der typischen Leistung sind 20 weitere Gigawatt in Planung. Dabei gibt es eine umweltfreundliche Alternative: In einem Block eines modernes Kernreaktors werden ca. 1,5 Gigawatt erreicht – und das vollkommen ohne die Produktion von Kohlendioxid. Frankreich als Nachbar macht es vor, hier werden 78% der benötigten Energie aus Kernkraft (Atomkraft ist übrigens schlicht und ergreifend ein falscher Begriff) „gewonnen“ – in Deutschland 26% und sinkend.
Hier wäre also ein deutliches Einsparpotential vorhanden, leider wird dies von allen Parteien links der Christdemokraten abgelehnt. Wenn Bundeskanzler Angela Merkel derzeit von einer geplanten Einsparung bei der CO2-Produktion von 80% bis zum Jahr 2050 spricht, kommt dies derzeit einer Deindustrialisierung Deutschlands gleich. Anstatt Nägel mit Köpfen zu machen, wird lieber der Individualverkehr verteufelt und verteuert – daß aber auch Massentransportmittel jede Menge Energie benötigen, wird dabei ausser acht gelassen. Und diese wird eben in Deutschland hauptsächlich durch die Verbrennung kohlenstoffhaltiger Verbindungen (Stichwort fossile Brennstoffe) gewonnen. Und hier schliesst sich der Kreis, letztendlich ist es doch egal, ob das Kohlendioxid für meine Fortbewegung direkt in meinem Fahrzeug gewonnen wird oder im Kohlekraftwerk..

5 Antworten zu “Die aktuelle Diskussion um den Klimawandel”

  1. BigBo sagt:

    Hinweis: trotz maskulinen auftreten,handelt es sich bei Angela Merkel immer noch um eine Bundeskanzlerin.

    mfg BigBo

  2. Bimbel sagt:

    Das sehe ich anders – Bundeskanzler ist eine Amtsbezeichnung. Und von diesen gibt es in der Regel keine geschlechtsspezifischen Bezeichnungen.

  3. FlorianZ sagt:

    Ist die ganze Diskussion nicht nur ein Ablenkungsmanöver? Statt über Tempolimit, Flugreisen, etc. zu debattieren (was natürtlich auch nicht zu verachten ist), sollte mann lieber neue, hocheffiziente Energietechnologien bekannt machen. Deutschland ist ein Land der Erfinder, das ist unser Rohstoff. Er wird aber wohl wissend übergangen, da diese neuen Erfindungen massiv die Milliardengewinne der Großkonzerne bedrohen. Das schlimmste: In der Politik hat die Wirtschaft einen Handlanger gefunden, der kräftig mitblockiert! Was könnten wir nicht alles bewegen, wenn viele Menschen diese neuen Technologien tatsächlich wollten? Da es zum Thema passt, erlaube ich mir an dieser Stelle auf unser Projekt zu verweisen: http://www.Klima-Allianz.com.

  4. Klaus sagt:

    Ich finde das ein Witz. Das war denen doch wohl schon früher bekannt, nur weil jetzt die ganzen Filme laufen. Es gibt ja sonst nichts in den Medien zu berichten.
    Gruß Klaus

  5. Yoga Lehrer sagt:

    FlorianZ hat recht. Jeder der meint das Klima ist noch normal der ist nicht mehr normal. Ich kann mich noch an Winter mit Schneeballschlacht etc erinnern – und an normale Sommer. Wir haben auf diesem Planeten die Technologie umweltfreundlich und ganzheitlich zu leben, sie wird nur kaum genutzt, wie schon richtig gesagt: aus Profitgier! Ich bin mal gespannt wo ich in 20 Jahren urlaub am Meer mache…evtl. direkt vor der Haustür: Frankfurt am Meer.hehe
    Gott stehe uns bei.

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