Pistole Luger 08


Die Pistole 08 oder Parabellum-Pistole (im Ausland auch "Luger" genannt) wurde von Georg J. Luger (1849–1923) konstruiert. Parabellum kommt vom lateinischen Ausspruch: Si vis Pacem, para Bellum ('Wenn Du Frieden willst, bereite Dich auf [den] Krieg vor').







Hauptcharakteristikum der Waffen ist der unterknickte Kniegelenkverschluss, der beim Schießen nach oben aufknickt, anstatt - wie sonst üblich - geradlinig zurückzulaufen. Daher ist die Pistole 08 sehr schützensicher, weil selbst bei einer massiven Fehlfunktion dem Schützen keine Teile ins Gesicht fliegen können. Der lange, mit engsten Toleranzen geführte Rücklauf von Gabelstück und Verschluss sowie das direkt auf dem Lauf angebrachte Korn gewährleistet eine – gemessen z. B. am Browning-Verschluss – außergewöhnlich hohe Eigenpräzision der Waffe. Allerdings ist der Verschluss schmutzempfindlich und erfordert hohe Herstellungspräzision. Auch die Munition muss auf die Waffe abgestimmt sein.

Für die Sicherheit problematisch ist, dass selbst die zerlegte 08 noch schussfertig ist, wenn eine Patrone im Patronenlager steckt. Dies führte zu mehreren Unfällen, so dass die P08 einen Ladestandsanzeiger bekam.

Die P08 war die Standardpistole der deutschen Armee im Ersten und Zweiten Weltkrieg, wurde aber schrittweise ab 1938 durch die modernere, wesentlich preiswertere, materialsparendere, sicherere, unempfindlichere und zuverlässigere Walther P38 ersetzt.

Die Pistole 08 ist eine der meistgebauten Handfeuerwaffen. Sie wurde zunächst bei den Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken (DWM) Berlin, später von zahlreichen anderen Herstellern und staatlichen Waffenfabriken gefertigt. Selbst eine Lizenzfertigung in Großbritannien bei Vickers ist belegt. Von 1934 bis 1942 wurde die Fertigung der Pistole 08 bei den Mauserwerken in Oberndorf am Neckar aufgebaut. Dort wurden verschiedene Ausführungen der Pistole 08 auch ab 1971 neu gefertigt, darunter als Sportwaffe mit Mikrometervisier und schwerem Match-Lauf. Bis weit in die 80er Jahre erschienen von Mauser regelmäßig Sondermodelle, darunter das Modell "75 Jahre Pistole 08" und eine Neuauflage der "langen Pistole 08".

Geschichte



Die kaiserliche Marine im Deutschen Reich führte ab 1904 eine Parabellum-Pistole im Kaliber 9 mm Parabellum (mit Anschlagbrett und 150-mm-Lauf) ein, die als "Pistole 04" bekannt ist (die oft gebrauchte Bezeichnung "Marine-08" ist dagegen nicht korrekt). Im Jahre 1908 wurde im Deutschen Reich durch allerhöchste Kabinettsorder (AKO) des Kaisers die Pistole 08 als Ordonnanzpistole eingeführt (100-mm-Lauf, 9 mm Parabellum). Die Pistole 08 (oder schlicht „die 08“) wurde als Dienstpistole weltberühmt und ist noch heute populär. Während des Ersten Weltkriegs erschien zudem als leichter Karabinerersatz für Artillerie-Truppen die sog. „Lange Pistole 08“ (200-mm-Lauf, Schiebevisier, Anschlagbrett, 32-Schuss-Trommelmagazin), die im Volksmund kurz als Ari-08 bekannt ist.

Kaliber


Das speziell für die Luger Parabellum 08 entwickelte Kaliber 9 mm Parabellum ist heute eines der am häufigsten vorkommenden Kaliber für Pistolen und Maschinenpistolen.



Magazin


Das Magazin der 08 fasst 8 Patronen und ist als Stangenmagazin ausgeführt.












Lauf

















Technische Daten



Militärische Bezeichnung: Pistole 04, Pistole 08, Ari-08
Hersteller: Georg J. Luger
Entwicklungsjahr: 1893 bis 1908
Herstellerland: Deutschland
Produktionszeit: 1893 bis 1942
Waffenkategorie: Pistole
Maße
Gesamtlänge: 233 mm
Gewicht:
(mit maximaler Ausrüstung): 0,87 kg
Lauflänge: 100 mm
Technische Daten
Kaliber: 9 mm Parabellum
Mögliche Magazinfüllungen: 8 Patronen
Effektive Reichweite: 50 m
Mündungsgeschwindigkeit
Projektil (V0): 320 m/s
Anzahl Züge: 6
Drall: rechts
Visier: Kimme und Korn
Verschluss: Kniegelenkverschluss






















































Bücher


Bis dato sind mir leider nur englische Bücher zur Pistole Luger 08 bekannt, diese sind aber recht verständlich geschrieben. Die Cover verlinken direkt zu Amazon, um sie bei Interesse bestellen zu können.

The P-08 Parabellum Luger Automatic Pistol



Ein 54-seitiges Buch speziell über die 08.

The Luger Story: The Standard History of the World's Most Famous Handgun



Ein im November 1995 erschienenes Buch von John Walter. Viel Information auf 256 Seiten.

Standard Catalog of Luger



Aarron Davis beschreibt die verschiedenen Modellvarianten und Identifikationsmerkmale.

Kommentare

  • 02.01.2009, 23:13 Uhr - Kommentar von Sebastian:
    Sehr schöne detailaufnahmen und auch sehr gelungener Artikel. respekt an den autor!
  • 09.01.2009, 16:57 Uhr - Kommentar von Vlado:
    can I buy some of these parts fo this gun?
  • 28.02.2009, 10:10 Uhr - Kommentar von cesar b, carpena:
    Dear sirs, My father has a 1917 model german luger (long barrel)with serial no. 814. He wants to know the origin and trace back the history of said gun. He bought it from an american soldier here in the philippines during the liberation of manila during world war II.
  • 28.02.2009, 10:20 Uhr - Kommentar von cesar b. carpena:
    dear sirs, This is a correction to my previous comment regarding the german luger (1917 model) of my father. Tcorrection is about its serial number which is 1814 and not 814. Thank you
  • 14.03.2009, 20:19 Uhr - Kommentar von jose miguel carrasco :
    Tengo una luger 1918 modelo 127 me gustaria saber que valor tiene y donde se puede vender.Gracias
  • 23.04.2009, 16:59 Uhr - Kommentar von christiane bouchard:
    Sir, I would appreciate some info on a 1918 S-42 59 Luger serial # 227 d 8,89 It belong to my father and he was told that it belong to Kurt Panzer Meyer. How can I trace the origin and history of that pistol and value could ther be for such item. Thank you! Chris
  • 30.04.2009, 03:31 Uhr - Kommentar von Bob Parreco:
    Sir, I would appreciate some information on a 42 Mauser Luger serial # 8720 It belonged to my father, who brought it home in 1945. How can I trace the origin and history of this pistol? Thank you! Bob
  • 14.05.2009, 22:48 Uhr - Kommentar von Kyle Van Dornick:
    i have an origional P08. i hope you know english, but it wont spring back when magazine is put in and i cock it back. why?
  • 08.06.2009, 18:06 Uhr - Kommentar von Jouni Tuomaranta:
    What means "N" stamp?
  • 12.06.2009, 12:08 Uhr - Kommentar von Sögding, Ulrich (www.ferienhaus-braunlage-harz.de):
    Hallo, ich bin auf der Suche nach Informationen über eine in meinem Besitz befindliche ARI 08. Diese will ich verkaufen und natürlich genaueres in Erfahrung bringen. Ihr Artikel ist schon ausgesprochen detailliert. Wo kann ich mich noch weiter informieren? Gruß Ulrich Sögding
  • 24.06.2009, 00:32 Uhr - Kommentar von jim v henderson (embarq):
    i recently bought a p08 and i need the instructions on how to clean andthe break down.
  • 20.07.2009, 13:08 Uhr - Kommentar von H.J.Rodekurth:
    Hallo?, ??ein großes Kompliment zu Ihrer Seite über die Pistole Luger 08 ! Als Sportschütze ( KK-Pistole u. KK-Gewehr) habe ich eine Frage,die Sie mir evtl. beantworten können ! Gelegentlich schießen wir auf einem befreundeten Schießstand auch mit größeren Kalibern. Letztens brachte ein Schützenbruder eine P 08 mit. Es entstand eine heftige Diskussion über die zu verschießende 9mm Parabellum Munition. Einige Schützenbrüder meinten,dass die heutige Munition nicht geeignet wäre und Schäden an der Waffe verursachen könnten,da für diese Pistole eine spezielle Munition erforderlich sei. Daher wollten wir erst einmal einige Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema einholen,ehe wir uns dem sportlichen Schießvergnügen mit dieser alten Pistole [ Erfurt 1918] widmen Liegen Ihnen diesbezüglich Erfahrungswerte vor ? Könnten Sie uns weiterhelfen ? Da wir gern einmal damit schießen würden,ohne evtl. Schäden zu verursachen,möchte ich Sie um folgendes bitten: Können Sie mir evtl. eine geeignete Patronenmarke nennen ,die mit der P 08 verschossen werden kann ,ohne die befürchteten Schäden zu verursachen ? Über eine hilfreiche Antwort würde ich mich freuen ! Mit freundlichen Grüßen. h.j.rodekurth
  • 22.07.2009, 16:37 Uhr - Kommentar von Frank Losert (nope):
    Zu H.J. Rodekurth: Die P 08 kann störungsfrei nur mit 9mm para geschossen werden, nicht mit 9mm luger. Die 9 para sind etwas schwächer geladen als die 9mm luger (sic!). Dadurch bleibt das Kniegelenk der Waffe anfangs (die ersten ca. 2mm ) konstruktionsbedingt geschlossen. Schießt man mit 9mm luger, so öffnet sich das Kniegelenk noch ehe der Verschluss zurücklaufen kann und stößt heftig auf die Rückseite der Griffstückes. Beide Teile werden dabei beschädigt. Diese stärkere Laborierung, welche 1938 zugleich mit der Eisenhülse eingeführt wurde (zum einen wegen der MP 38 und der P38, zum anderen um Messing zu sparen) führte auch zu Funktionsstörungen bei der P 08. Da die neulaborierte Patrone, die heute blödsinnigerweise (wegen der Yankees) 9mm luger heißt, für die P 08 (die eigentlich ausgemustert werden sollte, da zu teuer) zu stark ist,bleibt vielfach die nachfolgende Patrone senkrecht im Verschluss stehen oder verkeilt sonstwie. Manche "Experten" werden dann nicht müde von der Schmutzempfindlichkeit der P 08 zu schwafeln. Die wäre im WK I im Grabenkrieg viel eher zum tragen gekommen! Dieses vielzitierte und gern abgeschriebene Gerücht entspricht nicht den Tatsachen. Das einzige was eine P08 wirklich nicht verträgt ist die falsche - weil zu starke - Munition. Also haltet euch als Wiederlader an die Ladedaten für die 9mm para oder greift tiefer in die Tasche und kauft eben die teurere Munition (9mm para NICHT LUGER für die Luger). so long Shockproof
  • 25.07.2009, 18:23 Uhr - Kommentar von H.J.Rodekurth:
    Hallo shockproof? danke für die interessanten und hilfreichen Informationen! Ich habe jedoch noch Klärungsbedarf ,da ich mich mit dieser Thematik [Laborierung,Grain,etc.] bisher noch nicht befasst bzw.auseinandergesetzt habe. Auf den meisten (mir bekannten) 9mm Patronenschachteln ist zu lesen: 9mm Parabellum/Luger. Das irritiert mich gewaltig !!! Wäre es möglich einen Hersteller bzw.eine exakte Bezeichnung der zu verwendenden/geeigneten 9mm Parabellum Patronen zu nennen? Mit freundlichen Grüßen. hjr
  • 27.07.2009, 14:12 Uhr - Kommentar von Gerd:
    Hallo Zusammen, die Geschichte mit der falschen Munition geistert immer wieder durch die Schützenreihen und fußt letztendlich auf einem Wehrmachtsschreiben, indem mitgeteilt wurde, dass die MP-Munition für die 08 (und auch die P.38) nicht verwendet werden darf, da diese deutlich stärker geladen war. Mit Ausnahme der Seller&Belliot-Munition verschieße ich aus meiner 08 (byf, Bj. 42; Mauser) alle heutigen Patronen in 9x19. Ob da Luger (war der Konstrukteur und ist als Bezeichnung im Ausland üblich) oder Para darauf steht ist mir dabei so lang wie breit, sie funktioniert. Probleme machen eher die schwach geladenen, da sich hier die Patronenhülse beim Auswerfen quer stellt (als Wiederlader habe ich diverse Laborierungen getestet). Die Geschoßform und das Material sind wichtig, da sonst die Patrone beim Einführen in der Nut für die Ausziehkralle hängen bleibt (Blei war total ungeeignet). Ach ja, S&B: haltet mal einen Magneten an das Geschoß und macht nach dem Delaborieren ein Schnittbild davon, dann wißt ihr warum ich das nicht im Lauf haben will! Viele Grüße Gerd
  • 31.08.2009, 04:39 Uhr - Kommentar von Andy (n/a):
    Sehr schoene Aufnahmen. Uebrigens, meine 1937 S/42 hat auch die Endnummer 59. Zur Munition: Hier in den USA wird den P.08 Schuetzen die Standart Winchester Munition mit dem 115 grain FMJ Geschoss empfohlen. Ich habe zuletzt Remington FMJ mit 115 grain und American Eagle mit FMJ und 115 grain geschossen. Immer ohne Schwierigkeiten. Die AE Munition hat eine Geschwindigkeit von ca. 1180 Feetper Second, die Original WEhrmachtsmunition lag bei ungefaehr 1070 feet per Second. Vermeiden sollte man tunlichst Teilmantelgeschosse und Bleigeschosse. Die fuehren zu Schwierigkeiten. Oftmals wird auch empfohlen eine starke (+P+) Munition zu nehmen, damit das Kniegelenk besser arbeitet. TUT DAS NICHT !!! Die 08 ist dafuer nicht geschaffen. Ein anderes, kleineres Problem ist, dass die urspruengliche Munition ein schwereres Geschoss als das heute weitverbreitete 115 grain Geschoss war, dass auch damals einwenig anders geformt war. Meiner Kenntnis nach war die spaetere MP-Kriegsfertigungsmunition teilweise mit einem Hinweis versehen, dass diese Munition nicht fuer die P08 geeignet ist. Dies hatte meiner Kts. nach nicht unbedingt war wg. der staerkernen Ladung zu tun, sondern mit der verwendeten Stahlhuelse. DIese Stahlhuelse fuehre zu Problemen bei der 08, nicht jedoch bei der P38. Ich habe meine P38 schon mit allerhand Sorten geschossen, auch z.B. billige WOLF Munition mit Stahlhuelsen - kein Problem. Wie gesagt empfehlenswert ist Winchester Mun (Weisse Schachtel 115 gr, oder noch besser Lapua, wenn man sie noch bekommen kann
  • 01.09.2009, 03:58 Uhr - Kommentar von Andy (n/a):
    Nachtrag: Die Remington Mun ist ca. 2 mm kuerzer als die American Eagle Mun., obwohl beide "9mm Luger" sind. Beider mit 115 gr. FMJ-Geschoss. Trozdem funktionierte die Remington Mun ohne Probleme. Ich wuerde aber trotzdem generell eine "laengere" Patrone vorziehen.
  • 11.09.2009, 05:31 Uhr - Kommentar von Andy (n/a):
    Fuer alle, die an einem Luger-Forum interessiert sind kann ich einen Tipp geben. www.lugerforum.com Das ist ein englischsprachiges Formun mit vielen Lugerexperten, jedoch in Englisch, das es ein US Forum ist.
  • 19.09.2009, 21:25 Uhr - Kommentar von Wagner Karl:
    Hallo !!! Ich habe auch eine LUGER 08 !!! Habe vor ungefähr 35-40 Jahren ein Haus gekauft und beim Umbau über der alten Haustüre in im Bogen gemauerten Sturz mehrere Waffen gefunden. Die sind bis auf die LUGER alle in Amerika bei einem Sammler!!!! Bitte schreiben Sie mir wie ich mich weiter vehalten soll??? Bei der POLIZEI abgeben,sehe ich nicht ein,weil ich die Sache dann nicht mehr weiter in der Hand habe. Ich möchte Sie gerne in sichere Hände abgeben!!!!! Gruß:Karl Wagner (Klimperkall2@T-Online.de)
  • 05.10.2009, 17:33 Uhr - Kommentar von aaron gordon:
    magazinecilp for a 22.cal lr luger. number 4232
  • 09.10.2009, 04:02 Uhr - Kommentar von Andy:
    Karl, ich wuerde Dir raten die Waffen bei der Polizei als Fund zu melden. Wenn mas das nicht meldet oder die Waffen kommen in falsche Haende kommst Du in Teufels Kueche. Die Tatsache, dass Du das noch nicht gemeldet hat ist schon strafbar! Wenn Du Angst hast kannst Du Dich auch ersteinmal bei einem Rechtsanwalt beraten lassen.Evtl. kann der die Waffen fuer Dich anonym abgeben. Auf keinen fall komm auf die Idee die Waffen zu verkaufen. Du machst Dich ungluecklich!
  • 10.10.2009, 02:57 Uhr - Kommentar von Hans Germann:
    Meine Pistole 08 wurde 1940 bei Mauser hergestellt. Nach dem Erwerb habe ich sie gründlichst gereinigt, bevor ich zum Schießstand fuhr. Ich hatte 19 Sorten Fabrikpatronen dabei. Keine einzige funktionierte richtig. Nun gings ans Wiederladen. Basis waren 8 Gramm VM-Geschosse und 2 Sorten Pulver: Kemira N 330 und Blue Dot. Ums kurz zu machen: 34 Ladungen auf dieser Basis funktionierten nicht sonderlich gut. Dem Verzweifeln nah, kam mir eine andere Idee. Ich besorgte mir einen neuen Federsatz, also Verschlußfeder, Schlagbolzen- und Magazinfeder. Überglücklich war ich, als schon die erste Handlaborierung mit Kemira N 330 einwandfrei funktionierte. Meine 08 verträgt seitdem fast alle auf dem Markt angebotene Patronen im Kaliber 9mm Luger / Parabellum und auch 9mm x 19. Ganz besonders gut, weil hochpräzise funtioniert die Munition aus dem 250er Schüttpack von S&B. Vom Werk eingeschossen ist die 08 auf 50m Fleck. Das ergibt einen Schuß hoch links auf 25m. Nur die S&B Patronen schießen aus meiner Pistole, ohne Veränderung der Visiereinrichtung, Fleck. Wenig bekannt ist auch die Tatsache, daß die allermeisten Originalpatronen nicht mit 8, sondern um die 6 Gramm schweren Geschossen geladen waren. Was ich noch nicht ausprobiert habe und auch niemals probieren werde, sind Patronen mit Bleigeschossen. Die einzigen Patrone, die aus allen,mir bekannten Pistolen 08 (etwa 20) ohne andere Federn einwandfrei funktioniert, ist die Lapua Patrone 320. Allerdings kosten 50 Patronen m.W. über 30 ?. Ich hoffe etwas produktives zum Problem Munition für die P 08 beigetragen zu haben. Hans Germann
  • 10.10.2009, 18:30 Uhr - Kommentar von hjr:
    Zu den 08 Magazinen ein paar Fragen an die Fachleute. 1.Was versteht man unter einem gefrästen Magazin.Woran erkennt man es ? 2.Bei den 08 Magazinen gibt es unterschiedlich "geformte bzw.gefertigte" Magazinböden ! Manche Magazine sind linksseitig länger und stehen etwas aus dem Griff raus! Bei anderen sind beide Seiten gleich abgeschrägt. 3.Kann man anhand der eingeschlagenen Nummer im Magazinboden einen Fertigungszeitraum ableiten/ erkennen,etc. ? Ich würde mich freuen,wenn die von mir angeschnittenen Fragen beantwortet werden könnten. Danke !!
  • 11.10.2009, 01:26 Uhr - Kommentar von Andy:
    Hallo HJR, den Unterschied zwischen einem gefraessten und einem normalen Blechmagazin kannst Du leicht im Vergleich erkennen. Im oberen Bereich weist das gefr. Magazin oft leichte Fraesspuren auf. Manche Magazine fallen verschieden aus, die spaeteren fuer die BYF Serie unterscheidet sich von den fruehen 08. Anhand der Seriennummern kann man das Fertigungsjahr nicht ablesen, eher jedoch vom Suffix, den Buchstaben. u,b, etc. Wenn eine Fertigungsserie durch war fing man wieder bei 1 an, dann mit einem anderen Buchstaben Die spaeten Magazine mit schwarzem Bekelitboden haben keine SerienNr mehr, nur noch lediglich den Abnahmestempel. Wenn Du einen Holzboden hat sind die Magazine aus dem 1.WK oder der weimarer Zeit, wann genau mit den Aluboeden begonnen wurde weiss ich jetzt nicht aus dem Kopf. DDR Magazine waren meist gefraest und hatten die Nummer 1/2001 wenn ich mich nicht irre. Diese Nr war aber nicht auf dem Magazinboden, sondern auf der Seite gepraegt. Das betrifft aber nur die Militaerfertigungen. Zivilfertigungen haben meisst keine Teile-Nummerierung, oder anders wie die MilWaffen. Sprich, die einzelnen Teile sind oft nicht markiert. Wenn Du der englischen Sprache maechtig bist, dann gehe auf www.lugerforum.com Dort hast Du eine Menge Infos.
  • 11.10.2009, 12:49 Uhr - Kommentar von HJR:
    Hallo Andy, danke für Deine schnelle,nette und informative Antwort und den englischsprachigen Link. There are no problems with the english language ! Wenn Du die folgende Site nicht kennen solltest,schau einmal rein! Auch sehr interessant und informativ ! www.phoenixinvestmentarms.com hjr
  • 13.10.2009, 02:49 Uhr - Kommentar von Andy:
    Hallo hjr, soory, die DDR-Magazine waren meist 1/1001 gestempelt nicht 2002.... Danke fuer den Tipp, werde mir die Site gleich ansehen. Gruss, Andy
  • 13.10.2009, 02:57 Uhr - Kommentar von Andy:
    Hallo HJR, war eben auf der von Dir empfohlenen Site. Ich erinnere mich, bin schon oefters auf sie gestossen. Hier eine andere populaere Site, das amerikanische "egun" sozusagen. http://www.gunsamerica.com/959702149/Guns/Pistols/Luger-Pistols/REDUCED_NICE_1937_S42_GERMAN_LUGER_W_NUMBERED_HOLSTER_NUMBERED_TAKEDOWN_TOOL.htm
  • 13.10.2009, 18:38 Uhr - Kommentar von hjr:
    Hallo Andy, danke für Deine Korrektur und den Link. Leider habe ich momentan keinen Zugriff auf diese Seite. Ich habe noch jede Menge Klärungsbedarf!Vielleicht kannst Du weiterhelfen ! Bei einem Magazin [Aluboden] ist u.a. ein Plus (+) eingeschlagen.Da ich noch nicht fündig geworden bin?? was bedeutet dies ? Gruß hjr
  • 16.10.2009, 03:30 Uhr - Kommentar von Andy:
    Bei Polizei-08 Magazinen war die WaffenserienNr (z.B. 1234) und die MagazinNr eingestanzt. Z.B. 1234 1 und 1234 2 Also Originalmagazin (1) und Ersatzmagazin (2). Bei WH Magazinen war die Waffen-Nr eingestanzt und beim Ersatzmagazin zusaetzlich das + Ein Magazin mit + ist ein Ersatzmagazin. Oftmals findet man aber auch 1234g + auf Magazinen, wenn die SerienNr der Waffe ein Suffix hatte, Serie U, oder g, v, etc. Schoene Gruesse, Andy
  • 17.10.2009, 12:19 Uhr - Kommentar von HJR:
    Hallo Andy, danke für die ausführlichen Informationen.Vieles lässt sich leider nur auf diesem Wege klären. Sollte ich noch weiteren Bedarf [Fragen]haben,melde ich mich ! Gruß hjr
  • 19.10.2009, 15:34 Uhr - Kommentar von HJR:
    Hallo Andy, anbei eine weitere,äußerst interessante,amerikanische Seite ! Vielleicht kennst Du sie ja bereits: http://www.gunsworld.com/p08/p08_home_us.html Gruß hjr
  • 23.10.2009, 03:45 Uhr - Kommentar von Andy:
    Gerngeschehen
  • 29.10.2009, 16:39 Uhr - Kommentar von Frank Losert:
    Das die Standardlaborierung in Stahl- und Messinghülse der Wehrmacht gleich ist, habe ich nie bestritten. Tatsache ist aber, dass heutige 9Para Munition einen höheren Gasdruck aufbaut, weil sie eben stärker geladen ist. Jetzt mal klartext für die Buben, die immer nur mit dem Gewicht laborieren: Es gibt allenthalben progressive und offensive Treibmittel. Außerdem bewirkt eine andere Refraktion und Zusammensetzung eine unterschiedliche Leistung. Daher war zwar an Gewicht immer daselbe drin, aber nicht an Leistung. Die Pi 08 ist in einer Zeit entwickelt worden, in der die 9Para Munition einen Gebrauchsgasdruck von 2200bar hatte. Nach dem 1. Weltkrieg hat man die 9Para Munition auf 2600 bar angehoben, damit die jetzt sich verbreitenden Maschinenpistolen ebenfalls einwandfrei funktionieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Gebrauchsgasdruck 9mm Munition, die für Militär und Polizei produziert wird, auf 3000bar erhöht. Den Leistungsanstieg zwischen den Kriegen hat man durch den Einbau stärkerer Federn ausgeglichen . Auch heute werden noch Federn angeboten, die zur modernen Munition passen. Und die Eisenhülsen haben auch den anderen Waffen zu schaffen gemacht. Nur dass deren Verschlüsse schwerer waren und diese daher die gerissenen Hülsen trotzdem aus dem Patronenlager gezerrt haben. Wenn nicht gleich der ganze Patronenboden abgerissen ist. Und mit Bleibullets schießt man schon deshalb nicht weil man nix damit trifft. Züge zu flach und Ende.
  • 30.10.2009, 22:01 Uhr - Kommentar von Andy:
    Hallo Frank, wissen Sie wie hoch der Gasdruck der Wicnchester und der Remington UMC Munition mit 115 gr ist? Leider sind die Angaben mir unbekannt. Die Winchester White Box Munition mit 115 gr (Vollmantel) wird in den US-Foren als DIE Munition fuer die P.08 schlechthin gepriesen, Lapua habe ich hier noch nicht gesehen.
  • 31.10.2009, 18:27 Uhr - Kommentar von HJR:
    In einem Gespräch mit einem Büchsenmacher,der sich u.a.auf die P 08 spezialisiert hat,habe ich einige interessante Fakten erfahren,die ich hier gern mitteilen bzw. zur Diskussion stellen möchte. Hinsichtlich der Munitionsverträglichkeit der P 08 Pistolen empfahl er mir-neben der Lapua 320 m/s und 124 gr.- eine Hohlspitz-Patrone von Magtech mit 115 gr. JHP. Diese Patrone hat,wie er sagte, eine gößere Geschwindigkeit (352 m/s) aber durch das geringere Geschoßgewicht genau die Rückstoßenergie, die jede P 08 braucht. Da ca 70% aller Störungen bei einer P 08 auf das Magazin zurückzuführen sind,empfahl er mir ein vernickeltes Mec-Gar Magazin. Durch den Federstahl-Magazinkörper,lange stabile Magazinlippen und den geringen Reibungswiderstand sei eine einwandfreie/störungsfreie Funktion gewährleistet. Vielleicht haben einige der Anwesenden ähnliche Erfahrungen gemacht,um die genannten Fakten zu vertiefen. Als P 08 Newcomer bin ich für jede verwertbare Erkenntnis dankbar! Gruß HJR
  • 09.11.2009, 02:48 Uhr - Kommentar von Andy:
    Mec-Gar Magazine sind recht ordentlich. Habe aber im Lugerforum gelesen, dass es verschiedene Magazine der Kriegsfertigung gibt, die zwar in der jeweiligen Originalwaffe einwandfrei funktionieren, jedoch in anderen Waffen anderer Serien zu Problemen fuehren koennen. Es gaebe da wohl drei Laengen, mit dem Auge nicht wahrnehmbar sind . So kann es durchaus sein, dass z.B. das Magazin einer 1937 S/42 in einer byf 41 oder 42 Schwierigkeiten bereiten kann. Und umgekehrt. Eine weitere Fehlerquelle ist neben dem Magazin oder den Geschossen das HALTEN der Waffe. Ein FESTES Halten der Waffe ist wichtig, damit das Repetieren des Verschlusses einwandfrei funktioniert. Ein lockerer Maedchengriff kann zu Problemen fuehren. Ein fester Griff sorgt dafuer, dass die ganze Energie auch zum Prozess kommt. Noch ein gern gemachter Fehler beim beidhaendigen Halten der Waffe: Die stuetzende Hand haelt den Magazinboden und uebt einen weiteren Druck auf das Magazin aus. Dieses wird fester/weiter in dei Waffe gedrueckt als es gut ist. Folge: Zufuehrprobleme.
  • 09.11.2009, 02:59 Uhr - Kommentar von Andy:
    Anzumerken ist noch, dass die meissten sich im Umlauf befindlichen Luger nicht das Originalmagazin haben. Achten Sie mal darauf, die Nummer stimmt fast nie ueberein. Das ist auch ein Grund fuer die oben beschriebenen Probleme. Die VOPO P08 die oft wahre Frankenstein-Luger sind, zusammengeschustert von vielen Teilen sind auch so ne Sache. Die Russen haben damals die Luger alle auseinander genommen, dann die Teile mit einer furchtbaren dicken "Tauchbruennierung" versiegelt und wieder zusammengebaut, nicht auf die Zusammengehoerigkeit der Teile achtend. Daher haben VOPO 08 oft so zusammengewuerfelte Teile. Da die 08 sehr fein gearbeitet sind, mit minimalen Toleranzen, kann natuerlich so ein Zusammenschustern kontraprodutiv sein. Viele VoPO 08 haben auch neue Magazine aus DDR Produktion, erkennbar am 2002-Stempel auf der Seite, die Magazinboeden haben Stempelungen zB 1234 und Nr 1 und 2 fuer das Magazin und Reservemagazin (2), aehnlich wie die Polizeimagazine im 3. Reich.
  • 09.11.2009, 03:02 Uhr - Kommentar von Andy:
    Berichtigung: Stempelung 1/1001, nicht 2002,
  • 15.11.2009, 20:09 Uhr - Kommentar von baum (P08):
    Hallo! Ich besitze seit vielen Jahren Luberpistolen diverser Hersteller (DWM, Erfurt, Mauser, Bern,...) und schieße fast mit allen. Meistens mit Bleigeschoßen, ca. 120grains, Form Kegel oder Ovigal. Kalibriert 357 bis 358in. Pulver Vitavuori N320 mit 3,4 bis 3,6gr, bzw 3N37 mit 4,7gr. Die Pistolen schießen damit gut; selten eine Ladehemmung. Ich glaube daß ein gutes Magazin "gefräster Art" und ein blanker Lauf für klaglose Funktion, gute Präzession und wenig Bleiablagerung sorgen. Mfg. Baum
  • 18.11.2009, 02:10 Uhr - Kommentar von Hans Germann:
    Hallo, selten habe ich soviel Unsinn gelesen. Es ist richtig, daß die ersten Patronen mit 8 Gramm schweren Geschossen geladen wurden. Im WK II wurden fast ausschließlich Geschosse mit 6 Gramm Geschoßwicht verladen. Weiterer Unsinn sind die wahnsinnig vielen Laborierungen. Lest doch mal das Buch 08. Bevor man mit einer so alten Waffe schießt bedarf es einer fachgerechten Grundreinigung. Danach ein Austausch der Federn. Wenn man dann noch ein neues Magazin benutzt, kann man fast alle Patronen, die der Markt hergibt, verfeuern. Mit Spaß an der Freude habe ich mit einer Mauser 08 von 1942 6000 Patronen S&B aus der 250er Schüttschachtel verfeuert. Geco, Winchester, Remington, Lapua, alles geht problemlos. Der Besuch bei einem Büchsenmacher, dessen Spezialgebiet u.a. die 08 ist, bestärkte meine Meinung. Ich verfeuere jeden Samstag 50 Patronen, und zwar ohne Ladehemmung. Übrigens schießt die 08 auf 25m Entfernung hoch / links. Gruß, Hannes
  • 24.11.2009, 09:39 Uhr - Kommentar von Ulf Weiß:
    Hallo, wollte mal anfragen wie man ein Magazin der Pistole 08 Ari mit Holzboden zerlegt, um eine gebrochene Feder zu wechseln.
  • 27.11.2009, 21:01 Uhr - Kommentar von Andy:
    Hallo Ulf, ich denke mal, erst den Stift rausdruecken und dann das Bodenstueck rausziehen. Man muss nur beim Halzboden sehr vorsichtig sein, um es nicht zu zerbrechen. Veruche es mal mit einer Frage beim Lugerforum www.lugerforum.com dort gibt es auch Mitglieder aus D und NL
  • 27.11.2009, 22:36 Uhr - Kommentar von Andy from MD:
    Hallo Ulf; here we go: http://www.wonderhowto.com/how-to/video/how-to-replace-a-follower-spring-in-a-luger-p08-pistol-mag-199966/ Da kann Du den Federwechsel sehen, Gruss, Andy
  • 02.12.2009, 22:19 Uhr - Kommentar von Ulf:
    Danke für die Hilfe. Das Video sagt alles. Lieber einmal fragen als was zerstören.
  • 19.12.2009, 12:24 Uhr - Kommentar von Michael (www.frank-m-finke.de):
    Hallo, da ich für eine autobiograph. Kurzgeschichte Infos zur P08 suchte, fand ich hier auch die Bezeichnung "Parabellum". Zwar steht ganz oben auf dieser Seite: "Parabellum kommt vom lateinischen Ausspruch: Si vis Pacem, para Bellum ('Wenn Du Frieden willst, bereite Dich auf [den] Krieg vor')." Aber 1. warum kam es zu dieser Bezeichnung, 2. warum wird aus "Parabellum" (was für sich ja schon Sinn macht) der "komplette" Ausspruch? Frage ist etwas eilig. Danke im voraus. Michael www.frank-m-finke.de
  • 23.12.2009, 15:37 Uhr - Kommentar von A.Wolf:
    Hallo, eine hervorragende Seite über die P08!!! Ich habe auch eine S42 aus dem Jahre 1940 von meinem Großvater übernommen und hüte Sie wie meinen Augapfel! Ich habe beste Erfahrungen bezüglich der Munition mit der Lapua gemacht. Ein schönes Weihnachtsfest und Waidmannsheil. A.Wolf
  • 24.12.2009, 04:15 Uhr - Kommentar von Andy:
    Weidmannsdank! ja. Lapua ist in Deutschland schlechthin "die" Marke fuer 08-Munition. Wohl die beste ueberhaupt, abgesehen von der Winchester in der weissen Schachtel mit 115 gr. Frohes Fest!
  • 24.12.2009, 04:16 Uhr - Kommentar von Andy:
    Verdammter Tippfehlerteufel... natuerlich Waidmannsdank!
  • 01.01.2010, 18:04 Uhr - Kommentar von martin:
    hallo hab ein frage, meine 08 von 1920 lädt zwar nach aber spannt nicht. Also ein 2 schuss ist nicht möglich ohne händisch zu repetieren, was ist da kaputt? grüsse
  • 30.01.2010, 03:07 Uhr - Kommentar von Andy (n?a):
    Martin, ehrlich gesagt, ich verstehe Deine Frage nicht so ganz. Meinst Du, sie fuehrt eine neue Patrone ins Patronenlager nach aber trotz des Ladevorgangs ist die Waffe nicht gespannt und wenn Du abdrueckst feuert sie nicht? Was meinst Du mit haendisch nachladen, wenn sie schon repetiert und eine neue Patrone zugefuehrt hat? Beschreibe das nochmal genauer.
  • 14.02.2010, 21:46 Uhr - Kommentar von Michael Droth:
    Hallo. Woran erkennt man das Alter einer 08? Am Rost? Der Nummer? Ich weiss, blöde Frage. Dennoch.
  • 27.02.2010, 07:18 Uhr - Kommentar von Andy:
    Michael, es gab zivile Fertigungen, also komerzielle Fertigungen und Fertigungen fuers Militaer und Polizei. Ganz grober Ueberblick: Die meisten 08 wurden anfangs von DWM gebaut, die hatten auf dem Kniegelenk das verschnoerkelte DWM Zeichen drauf, dann gabe es noch Fertigungen mit dem Erfurt Stempel auf dem Gelenk. vorne auf dem Patronenlager steht dann z.B. 194, 1916, 1918, etc. Dann hab es noch spaetere Fertigungen mit dem HK Anker, meisst Weimarer oder Anfang 30er Jahre Fertigungen.Krieghoff Fertigungen. Im 3 Reich waren auch wieder die Jahreszahlen auf dem Patronenlager gespraegt. Z.B. 1938 bei einem S/42 Modell, also Mauserfertigung. S/42 sthet also fuer Mauser, vorher gab es auch kleinere Mengen mit Einzelbuchstaben, spaeter gab es die byf Markierungen, einige hatten dann schwarze Bakelitgriffschalen. 42 byf, oder 41 byf. Das sind die gaengigsten Modelle, es gab aber auch noch andere. Schweizer Modelle z.B. Polizeimodelle hatten die "Mausertonne" auf dem Gelenk wo MAUSER drauf stand. In der Weimarer Rep und anfangs des 3. Reichs wurden bei der Polizei auch DWMs und ERFURTs benutzt und oft mit einer extra Sicherung auf der linken Seite versehen. Da ist dann links zusaetzlich ein "Metallblatt" angebracht, ganz unfachmaennisch gesagt. Dies sollte das Abfeuern einer sich im Patronenlager befindlichen Patrone verhindern wenn das Oberteil z.B. beim Waffenreinigen schon vom Griffstueck getrennt war. Allein das Oberteil kann schiessen, auch ohne das Griffstueck!
  • 27.02.2010, 07:30 Uhr - Kommentar von Andy:
    Zur Michaels Frage "Parabellum" Anfaenglich hatte Georg Luger die Pistole mit dem Kaliber .30 konzipiert, also in metrisch 7,65mm. Da die Waffe fuer das Militaer zu schwach war, das wurde bemaengelt, entwickelte Luger eine neue Patrone ohne die Waffe an sich gross zu veraendern. Aus 7,65 wurde dann 9mm PARABELLUM, heute 9x19 genannt oder im amerikanischen Sprachgebrauch 9mm Luger genannt. Genau genommen ist die 9mmx19 nicht mehr absolut mit der 9mm Parabellum identisch, da sich die Geschossform und Gewicht geaendert hat. Der Name Parabellum kommt also daher, da die 9mm Patone fuer das Militaer, also Kriegszwecke entwickelt wurde. Die Marine ubernahm dann zuerst die Pistole, spaeter das Heer 1908 die meisst bekannte Version mit dem 4 Zinch Lauf, das Marine Modell hat einen 6 inch Lauf.
  • 27.02.2010, 20:21 Uhr - Kommentar von Michael Droth:
    Dank Euch.
  • 06.03.2010, 17:03 Uhr - Kommentar von Martin:
    Hallo, ja genau sie führt eine neue patrone zu aber ,man kann nicht schiessen, man kann abdrücken aber sie löst nicht aus. Wenn man dann händisch repetiert und wieder eine neu patronen zugeführt wird dann funktioniert sie für 1 Schuss. Man dar den abzug nicht gedrückt halten beim abdrücken, was ist da kaputt? grüsse

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